Budokon Yoga & Movement Arts

Wahrnehmung

Unsere Gefühle hängen von zwei Faktoren ab: Erstens, wie wir die Welt wahrnehmen und zweitens wie wir unsere Wahrnehmung interpretieren.

Wie wir die Welt wahrnehmen

Durch unsere Erfahrung entwickeln wir Filter, die sich über unsere Wahrnehmung legen und sie verzerren. Hinzu kommt ein unterschiedlicher Fokus je nach persönlichen Interessen und Vorlieben: So beobachtet ein Friseur die Haare eines Menschen, wohingegen ein Schneider auf die Kleidung achtet. Dieses Phänomen wird selektive Wahrnehmung genannt.

Wie wir die Welt interpretieren

Die bereits wahrgenommenen und gefilterten Informationen werden im Gehirn weiterverarbeitet und interpretiert. Dabei fügt das Gehirn den Informationen Bedeutung hinzu, die hauptsächliche durch unsere Erfahrung geformt wird. Je nachdem welche Bedeutung diese Informationen von unserem Gehirn bekommt, entwickeln sich dadurch Gefühle. Verfolgt man die Logik dieser Informationskette wird ersichtliche, dass jeder von uns für seine Gefühle selbst verantwortlich ist.

Unsere Geschichte

So schaffen wir durch unsere Gedanken unsere eigene Geschichte, die höchst subjektiv ist und unsere Gefühlswelt in hohem Maße beeinflusst. Durch unsere Geschichte können wir uns Bürden auferlegen, Grenzen setzen, Konflikte schaffen, uns selbst unglücklich machen, unsere Ziele verfehlen und vieles mehr.

Es ist allerdings auch genau das Gegenteil möglich: Wir können alles loslassen, uns jenseits der Grenzen bewegen, Konflikte lösen, uns glücklich machen und unsere Ziele erreichen.

Die Erkenntnis dieses Zusammenhangs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ruhenden Geist in Harmonie.

Leere Deine Tasse

Lerne Deine Gedanken in die richtige Richtung zu steuern. Prüfe Deine Wahrnehmung genau und distanziere Dich von den ersten Gefühlen, die Dir Dein Gehirn anbietet. Lass ab von Deinen Vorurteilen und Deinen Grenzen. Lass alle schlechten Gefühle los und entleere Deinen Geist von den eingestaubten Gedankengängen. Sei offen für Neues und beurteile jede Situation isoliert. Auf diese Weise kommst Du einer realistischen Wahrnehmung am nächsten.

Eine intensive Yogapraxis hilft Dir Deine Tasse zu leeren.

-Just Let Go-

 

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